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Halbzeit

Schon wieder sind ca. drei Wochen vergangen. Letztendlich sind wir nicht in dem College geblieben, sondern sind am selben Tag zurück gefahren, da die Direktoren der Uni gesagt haben, dass die nächsten zwei Tage Sporttag ist und die Studenten keinen Unterricht haben. Wir sind dann am Ende der Woche noch mal für einen Tag zu der Uni gefahren, um ein Training zur Motivation und zu Körpersprache zu geben. Ansonsten waren die letzten zwei Wochen eher ruhig, was das Praktikum angeht, da auch in der anderen Uni, in die wir eigentlich fahren sollten, kein Unterricht wegen einem Feiertag oder ähnlichem war. Dafür hatte ich mehr Freizeit und wir sind mit ein paar anderen Trainern von dem Praktikum in die Berge des Himachal (in der Nähe des Himalaya) gefahren. Wir sitzen im Auto und hören Musik. Nachdem wir die großen Straßen verlassen haben, kurbeln wir die Fenster runter und der Wind bläst uns um die Ohren. Wir lehnen uns aus dem Fenster. Die Straße ist kurvig und es fühlt sich ein bisschen an, wie in der Achterbahn. Immer wieder sind am Straßenrand ein paar Affen und auf der Straße stehen oder liegen Kühe. Ich denke: das ist „Real India!“. Auf einem Hügel schauen wir von oben ein paar Frauen dabei zu, wie sie auf dem Berg sitzen und ihre Schafe hüten. Es hat fast schon etwas meditatives, da sie einfach nur still da sitzen und in das Tal blicken. In dem naheliegenden Dorf angekommen, schlendern wir über einen tibetischen Markt. Die Leute haben nepalesische oder tibetische Gesichtszüge. Die meisten sind von Tibet nach Indien geflüchtet und leben jetzt in den Bergen des Himachal in Indien. Später essen wir „Momos“, gefüllte Teigtaschen mit Gemüse, eine tibetische Spezialität. Nach einer weiteren relativ ruhigen Woche von dem Praktikum aus, war ich letztes Wochenende mit einem anderen Praktikant aus Regensburg in Dharamshala bzw. McLeod Ganj, der Ort, in dem Dalai Lama lebt. Der Ort etwas friedliches. Man trifft immer wieder „Lamas“ (sozusagen Brüder von Dalai Lama mit dem roten Gewand) auf der Straße. Sie lächeln viel und strahlen Ruhe aus. Außer dem Haupttempel und Dalai Lamas Büro, kann man hier die Natur genießen. Wir sind zu einem Wasserfall gelaufen. Auf dem Weg hat es dann zu regnen angefangen. Es hatte aber eine schöne Stimmung. Wir sind durch den Regen in der Natur gelaufen. Nachdem wir über Steine gestiegen sind, um noch näher zu dem Wasserfall zu kommen, waren mitten im Nichts drei kleine Läden bzw. Stände. Wir haben dann neben dem Wasserfall einen Chai (Tee mit Milch) getrunken. Diese Woche haben wir an drei Unis mit den Studenten zur Übung Interviews geführt, um sie auf die Bewerbungsgespräche vorzubereiten. Erst in einer Uni, in der Nähe von Chandigarh, dann waren wir in Sangrur (zwei Stunden von Chandigarh entfernt) und dann in Amritsar (vier Stunden von Chandigarh). Einige der Studenten sind relativ selbstsicher und haben gute Englischkenntnisse. Die meisten Studenten sind aber eher unsicher und sprechen nicht so gut Englisch. Sie haben meistens kaum Antworten auf die Frage, warum sie sich für dieses Unternehmen bewerben oder wie sie sich selbst in 5 bis 10 Jahren sehen und welche Stärken und Schwächen sie haben. Aber die meisten sind interessiert und haben viele Fragen. Eine Studentin hat nach dem Interview gefragt, ob sie mir etwas sagen kann. Sie meinte, dass sie sich sehr gefreut hat, als der Trainer mich vorgestellt hat und gesagt hat, dass ich aus Deutschland komme und dass ich heute da bin, um mit ihnen Interviews zu führen. Sie meinte, dass es sie oft deutsche Filme und Serien anschaut und sich sehr für Deutschland interessiert. Da ich meinen Bewegungsdrang hier nicht ganz ausleben kann, habe ich angefangen manchmal mit meinem Chef und ein paar kleinen Jungs im Park Fußball zu spielen. Ich spiele zwar wirklich nicht gut, aber ich spiele ja auch nur zum Spaß. Es ist immer ganz lustig. Ein 15 jähriger Junge freut sich immer, wenn ich mitkomme und möchte immer mit mir im Team sein  Nun ist schon die sechste Woche vorbei und somit ist mehr als die Hälfte meines Praktikums zu Ende. Ich denke die restliche Zeit wird schnell vergehen, da ich mich mittlerweile ganz gut eingewöhnt habe und wir auch mit den anderen Trainern öfter etwas unternehmen. Wir wohnen jetzt in einem Gästehaus. Seitdem gehen wir meistens nicht ins Büro, wenn es nicht etwas Bestimmtes zu tun gibt. Dadurch sitzen wir nicht so viel rum und warten. Die Praktikantin aus Armenien (Marianna), ist diese Woche abgereist, ihr Praktikum ging nur sechs Wochen. Wir waren selbst sehr überrascht, wie schnell die Zeit verging. Nächste Woche kommt eine andere Praktikantin aus Kenia.

17.9.11 20:42

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